Rückschau auf OWL-Veranstaltungen in Löhne

In einer chronologischen Rückschau berichtet der Vorsitzende der Schachgemeinschaft Löhne, Hans Bödeker, aus der Sicht des Vereins über die ostwestfälischen Einzelmeisterschaften, die vom 23. bis zum 26.04.2014 in der AWO-Tagesstätte Mennighüffen West ausgetragen wurden.

Teilnehmer bei den Herren mit hinten Alwin Engelbrecht, Dominik Spisla, Andy Himpenmacher, Dominik Plaßmann und Horst Salzwedel (von links) sowie vorne Sven Behler, Martin Fenner und Carsten Hecht.

Als wir im letzten Jahr vom Schachverband OWL mit der Durchführung der Einzelmeisterschaften beauftragt wurden, war uns klar, es kommt viel Arbeit auf uns zu.

 

Wir wurden auf die Vakanz beim Schachkongress 2013 in Lage aufmerksam und haben uns beworben. Nachdem wir den Zuschlag bekommen hatten, wurde ich vom Vorsitzenden des OWL-Schachverbandes, Jochen Kühler gefragt, ob wir auch die OWL-Blitzeinzel austragen wollen. Das haben wir zusätzlich übernommen.

 

Damit stand fest: OWL-Vorstandssitzung, Blitzturnier, viertägige Einzelmeisterschaften und diesjähriger Kongress finden in 2014 bei uns statt.

 

Als Erstes mussten mit dem Vorsitzenden der AWO-Mennighüffen, Rolf Kleinedöpke, die Termine für die Nutzung der Räume abgestimmt werden. Wie immer in solchen Fällen gab es hier überhaupt keine Probleme. Deshalb gilt mein erster Dank Herrn Kleinedöpke. 

 

Die allererste Planung mit dem Naturfreundehaus Gohfeld, In den Tannen, hatte sich zerschlagen, weil ein neuer Investor das Gebäude übernommen hatte. Dort hätten die TeilnehmerInnen spielen, essen und wohnen können. So musste ich nach Alternativen Ausschau halten. Die habe ich mit der Pension Friesenmädel in der Oeynhausener Südstadt gefunden. Die Inhaberin Frau Strulik hat sogar unseren Flyer mit finanziert. Dort haben die TeilnehmerInnen während der vier Turniertage gewohnt und einhellig gesagt, sie würden gerne wieder dort übernachten. Ein schöneres Kompliment kann von Übernachtungsgästen nicht gemacht werden. Mein zweiter Dank ergo an Frau Strulik.

 

Die weiteren Sponsoren: Der Kreis Herford, hier gilt es besonders Herrn Ralf Wojahn vom zuständigen Amt zu danken, der mir mit Rat und Tat bei der Antragstellung eines Globalzuschusses zur Seite stand.

 

Außerdem die Stiftung der Sparkasse Herford, hier sind Frau Kogelheide und Herr Neumann zu nennen, die uns eine finanzielle Zuwendung für Materialanschaffung gewährten.

Ohne diese Mittel hätten wir die Veranstaltungen nicht durchführen können. Jedenfalls nicht, ohne unsere Liquidität akut zu gefährden, denn bereits im Juno müssen wir die halbjährlichen Beiträge an den Schachbezirk Porta abführen für unsere Mitglieder.

 

Weiter galt es, ein Team aufzustellen, welches sich um die Organisation, die Logistik, die Verpflegung sowie um das Ablaufprocedere  kümmert.

 

Zudem habe ich mit sämtlichen TeilnehmerInnen persönlichen Kontakt aufgenommen und um Zusendung eines Fotos gebeten, damit unser Manuel Rüter einen Flyer entwerfen konnte. Außerdem musste ich wissen, wann wer am Bahnhof ankommt, um einen Shuttleservice einzurichten.

 

Bürgermeister Held hatte auf meine Bitte die Schirmherrschaft übernommen und die Zusage gegeben, die Kosten für die Pokale der Gewinnerin und des Gewinners zu übernehmen.

 

Wann kommt welcher Ehrengast zur Eröffnung, wer zur Siegerehrung?

Bei der OWL-Vorstandssitzung wurde festgelegt, dass Jochen Kühler als Vorsitzender des Verbandes aus Lippstadt am Mittwoch zum Start des Herrenwettbewerbs kommt, Hermann Dieckmann aus Hücker-Aschen als 2.Vorsitzender am Donnerstag zu Beginn des Damenturniers. 

Weil Herr Held mit mitgeteilt hatte, dass er in der Woche nach Ostern im Urlaub sei, habe ich Herrn Egon Schewe als stellvertretenden Bürgermeister gebeten, ihn zu vertreten zur Begrüßung.

Der Löhner Dieter Steffen, Präsident des Kreissportbundes Herford, hat mir am Telefon sofort seine Zusage gegeben, als ich ihn gebeten habe, am Donnerstag das Damenturnier mit zu eröffnen.

Burkhard Schröder, Vorsitzender des Löhner Stadtsportverbandes, hat am Abschlusstag gemeinsam mit mir die Siegerehrung vorgenommen.

In zwei Fällen musste das Feld der Starter umdisponiert werden, denn der von uns als ausrichtendem Verein nominierte Jacek Switka musste aus persönlichen Gründen absagen. Dafür spielte der Löhner Horst Salzwedel, der zwar für die Herforder Königsspringer aktiv ist, der aber bei uns sehr häufig zu Gast ist, viele Jahre bei uns Mitglied war, x-facher Vereins- und Stadtmeister gewesen ist und zusammen mit unserem Ehrenvorsitzenden Erich Krüger Schachkurse der Löhner VHS geleitet hat und zudem unsere Jugend gelegentlich trainiert. Eine logische Wahl.

 

Der Meister des Bezirks Porta, Benjamin Albrecht aus Hüllhorst, sagte ebenfalls ab, dafür nominierte der SB Porta Alwin Engelbrecht aus Hücker-Aschen.

Verpflegung: Beim Löhner Caterer Partyservice Franz das Buffet für den Samstagmittag bestellt, Getränke und Lebensmittel eingekauft. Zu berücksichtigen war, dass ein Gast Vegetarier ist. Das gelieferte Essen hat allen sehr gut geschmeckt, während der gesamten vier Tage gab es diesbezüglich überhaupt keine Beanstandungen.

Unser Team funktionierte, wir haben viel Lob geerntet.

 

Eines aber konnten wir beim besten Willen nicht voraussehen: am Donnerstag, dem 2.Turniertag, musste ein Baum gefällt werden, der als Gefahrenquelle auf dem Spielplatz an der AWO-Tagesstätte stand. Es geht aber nur eins: Motorsägengeräusche über längere Zeit oder Schach spielen. Also hatte Erich Krüger die Idee, bei den Wirtschaftsbetrieben Löhne anzurufen und darum zu bitten, das Fällen des Baumes zeitlich so zu legen, dass die Mitarbeiter der WBL in der Pause zwischen der ersten und der zweiten Tagespartie ihre Arbeit verrichten. Hat hervorragend geklappt. Danke!

 

Zum Turnier: Sizilianische Paulsen/Taimanow-Variante, Spanisch in der russischen Variante mit Zugumstellung, Damenindisches Petrosjan-System, sizilianisch geschlossen und nach Najdorf oder/und Alapin, Aljechinverteidigung (Jagd), Königsindisch (Jugoslawisch), Grünfeldindisch mit Fianchetto, Französische Verteidigung - diese Eröffnungen und noch etliche andere waren zu bewundern - höchst interessant.

 

Zum Kongress der Delegierten der ostwestfälischen Schachvereine: Auf Vorschlag des nach 10 Jahren im Amt freiwillig nicht mehr antretenden Vorsitzenden Kühler sollte ich als kommissarischer Versammlungsleiter fungieren, um die Wahl zur Entlastung des Vorstandes und die Wahl des neuen 1.Vorsitzenden durchzuführen. Das habe ich abgelehnt und die Versammlung gebeten, unseren Ehrenvorsitzenden Erich Krüger dafür zu wählen. Dem wurde einstimmig gefolgt und Erich erledigte die ehrenvolle Aufgabe souverän.

 

Der letzte Dank gilt unserem Team. Im  Einzelnen: Meiner Frau Margot Edler, die an allen vier Turniertagen und auch bei den anderen Veranstaltungen vor Ort war und die sich jeweils frei genommen hatte von ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der Tafel in Bad Oeynhausen - Danke an die KollegenInnen für das Verständnis  für ihre Abwesenheit während dieser Schachveranstaltungstage. 

 

Frau Helga Honczia, eine liebe Freundin meiner Frau und mir, die am Mittwoch geholfen hat. Unsere Vereinszugehörige Waltraut Schröder, die am Donnerstag, Freitag und am Samstagmorgen für die Verpflegung zuständig war. Manuel Rüter, unser Mann für alles: Material, Assistenz des Turnierleiters, Resultate und Kommentierungen auf unsere Homepage stellen etc. Erich Krüger, für die Logistik zuständig, aber nicht nur.

 

Jetzt werden wir Bilanz ziehen, uns auf die Turniere Sekt oder Selters von2hoch6 Bielefeld und auf das Mühlenturnier in Hücker-Aschen freuen, nach dem Meisterschaftsfinale die Tagesordnung für die im Juni stattfindende Halbjahresversammlung bei der nächsten Vorstandssitzung besprechen und uns in Ruhe auf die nächste Saison vorbereiten."