SG Löhne spielt in der Schach-Online-Liga

Der reguläre Spielbetrieb beim Schach ruht wegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus weiterhin, doch es gibt nun Mannschaftskämpfe in Internet.

Blick ins virtuelle Spiellokal beim Kampf der SG Köln-Porz gegen die SG Löhne. Die Löhner spielen jeweils in der unteren Bretthälfte. Links Brett2, in der Mitte Brett 3 und rechts Brett 1. An Brett 4 spielte Manuel Rüter als Mannschaftsführer in einem anderen Programmfenster.

Der Deutsche Schachbund hat in Zusammenarbeit mit der Chessbase GmbH aus Hamburg die Deutsche Schach-Online-Liga ins Leben gerufen. Man möchte den Mitgliedsvereinen so die Möglichkeit bieten trotz der Pandemie wieder Mannschaftsschach zu spielen und alle Elemente davon digitalisieren und ins Internet verlagern.

246 Mannschaften aus ganz Deutschland haben sich angemeldet und spielen in acht virtuellen Ligen mit jeweils vier Gruppen zu je 7 Mannschaften. Auch die Schachgemeinschaft Löhne ist vertreten und wurde ihrer Spielstärke entsprechend in Gruppe B der siebten Liga eingruppiert. Bis Anfang August wird nun jede Woche eine Runde gespielt gegen Mannschaften von Traditionsvereinen wie der SG Köln-Porz und dem Hamburger SK aber auch weniger bekannten Clubs aus Sachsen, Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Gespielt wird an jeweils vier virtuellen Brettern auf playchess.com der Onlineplattform von Chessbase, immer um 19:30 von Montag bis Freitag. Den genauen Wochentag darf die jeweilige Heimmannschaft auswählen. Die Bedenkzeit liegt mit 45 Minuten pro Spieler für die ganze Partie plus 15 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug im mittleren Bereich. Der Weltmarktführer für Schachsoftware hatte die neuen Funktionen für Mannschaftskämpfe offenbar sehr kurzfristig entwickelt und Anfangs mit diversen technischen Problemen zu kämpfen, weshalb der Betrieb zur Fehlerbehebung eine Woche unterbrochen werden musste. In der vergangenen Runde lief dann auch alles wesentlich runder. Durch die Digitalisierung ergeben sich auch einige Vorteile die es im normalen Schach am Brett nur bei Profiturnieren mit elektronischen Schachbrettern gibt. Alle Züge werden gespeichert weshalb man nicht mitschreiben muss und die Partien können im Anschluss direkt am Computer analysiert werden. Auch können Zuschauer die Partien online mitverfolgen und alle Ergebnisse werden direkt live angezeigt.

Löhne ist nach dem Durchschnitt der Wertungszahlen Letzter der Setzliste und hat damit nichts zu verlieren. Die zwei bisher absolvierten Runden gingen mit 2,5 : 1,5 gegen den Stadtilmer SV und 3 : 1 gegen die SG Porz verloren, doch ist das Ergebnis hier ohnehin nicht so wichtig. Der Spaß am Spiel soll im Vordergrund stehen. Das nächste Spiel der SG-Löhne gegen die zehnte Mannschaft des Hamburger SK findet am Dienstag den 14.07. statt.

Weitere Informationen auch auf https://dsol.schachbund.de und https://www.sg-loehne.de