Auch Löhne I feiert Klassenerhalt gegen Bad Oeynhausen

Die erste Mannschaft der Schachgemeinschaft Löhne gastierte am letzten Spieltag der Verbandsklasse OWL beim Tabellenvierten SV Bad Oeynhausen I. Die Ausgangssituation vor der Begegnung war klar: Sollte Löhne mindestens ein 4 : 4 erreichen wäre der Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft. Gelänge dies nicht, so wäre man auf Schützenhilfe des Tabellenletzten Soest angewiesen, der zeitgleich gegen den Vorletzten in Wiedenbrück spielte.

Um im letzten und entscheidenden Spiel das gewünschte Ergebnis zu erzielen trat die Erste in Bestbesetzung an, was zuletzt am zweiten Spieltag der Fall war. Bad Oeynhausen musste die Bretter eins und fünf unbesetzt lassen und so ging Löhne nach dem Ablauf der halben Stunde Karenzzeit, die den Spielern als Zeitfenster für Verspätungen eingeräumt wird, mit 2:0 in Führung.

Jedoch zeigte sich, dass die angetretenen Bad Oeynhausener den Löhnern nicht nur nach ihrer DWZ (Deutsche Wertungszahl) überlegen waren, sondern Ihnen auch auf den Brettern erhebliche Probleme bereiteten. Jacek Switka an Brett zwei gab auf, weil es seinem Gegner gelang einen Springer zu gewinnen und diesen Vorteil bis ins Endspiel zu bringen. Kim Hagemeier verlor, da er im Endspiel aufgrund von Bauernminorität nicht die Umwandlung der gegnerischen Bauern verhindern konnte. Als sich Jörg Windmann kurz nachdem er eine Zeitnotphase überstanden hatte geschlagen geben musste, war das Spiel gedreht und Bad Oeynhausen führte mit 3:2.

Die Hoffnungen auf Löhner Seite schwanden, doch Mannschaftsführer Viktor Teichrib gelang es durch eine tolle Kombination sich einen Materialvorteil zu verschaffen, den sein Gegner nicht mehr ausgleichen konnte. Dag Grothe einigte sich mit seinem Gegner an Brett vier in einem Turmendspiel auf ein Remis. Damit stand es 3,5 : 3,5 und Thomas Usling musste als letzter Spieler mindestens ein Remis holen. Er konnte aber zwei verbundene Freibauern seines Gegners nicht mehr aufhalten, wodurch die Niederlage in diesem Mannschaftskampf besiegelt war.

Ob das 3,5 : 4,5 gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der Verbandsklasse war konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner sagen. Erst als das Ergebnis aus Wiedenbrück bekannt war herrschte Gewissheit. Soest hatte Schützenhilfe geleistet und ein respektables 4 : 4 errungen. Damit war der Klassenerhalt geschafft und man kann sich in Löhne nun auf eine weitere Saison auf OWL-Ebene freuen.

Es war denkbar knapp. Am Ende gaben die erzielten Brettpunkte den Ausschlag, sodass Löhne mit 4 : 14 Mannschaftspunkten, sowie 29 Brettpunkten das rettende Ufer erreichte während Soest mit 3 : 15 Mannschaftspunkten, sowie Wiedenbrück mit 4 : 14 Mannschaftspunkten und 25 Brettpunkten, also vier weniger als die Löhner, den Gang in ihre jeweiligen Bezirksligen antreten müssen.

Beste Mannschaftsspieler waren Jörg Windmann, Ralf Blome und Thomas Usling mit jeweils 4,5 Punkten.